16.03.2013

60 Jahre Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Obervellmar (ASF)

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Obervellmar der SPD feierte am 16. März im 61. Jahr ihres Bestehens ihre 60-jährige Jubiläumsfeier. Die derzeitige Vorsitzende Christa Mangold konnte über 100 Gäste zur Feierstunde im Bürgerhaus Vellmar-West begrüßen.

Diverse prominente Gäste konnten durch Christa Mangold besonders begrüßt werden. Dazu gehörte beispielsweise die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck.

Aber auch die stellvertretende Landrätin Susanne Selbert, die stellv. SPD-Bezirksvorsitzende Martina Werner und Esther Dilcher aus Hofgeismar sowie Bürgermeister Dirk Stochla, Altbürgermeister Kurt Stückrath, Ortsvereinsvorsitzenden Walter Brück und Fraktionsvorsitzenden Hans Georg Trust. Die Festveranstaltung begann mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken, bevor der eigentliche Festvortrag und die Grußworte gehalten wurden.

Christa Mangold, die die ASF Obervellmar seit 1999 leiten und alles organisiert, gab einen kurzen Rückblick über die Treffen und Veranstaltungen der vergangenen Jahre. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stand die Geselligkeit. Darüber hinaus wurden sozial- und gesellschafts-politischen Themen diskutiert. Regelmäßig waren der Bürgermeister, der Ortsvereins-vorsitzende oder der Fraktionsvorsitzende Gäste bei den Treffen und informierten über kommunalpolitische und gesell-schaftspolitische Themen.

Darüber hinaus wurden kleinere oder größere Reisen, Wanderungen und Spaziergängen durchgeführt. Schließlich wurden auch kulturelle Veranstaltungen besucht. Durchschnittlich finden 15 – 20 Treffen im Jahr statt, an denen 15 – 20 Frauen teilnehmen.

Die SPD kann stolz auf die starken Frauen sein, die etwas bewegen und sich einmischen, erklärte Ulrike Gottschalk in ihrem Grußwort. Die Bundesregierung unternehme zu wenig, sodass die Gleich-stellung der Frauen im Beruf und bei der Bezahlung noch nicht erreicht sei.

Susanne Selbert griff in ihrem Festvortrag ebenfalls die Gleichstellung von Mann und Frau im Beruf (Art. 3 GG) auf. Sie wies in ihrer kleinen Zeitreise darauf hin, dass bereits die Väter und Mütter des Grundgesetzes festlegten, dass die entsprechenden Bestimmungen nach Art. 117 (1) GG bis zum 31. März 1953 an das Gleichberechtigungsgebot anzupassen sind. Hierfür gibt es aber noch sehr viel zu tun. Sehr viele Frauen arbeiten in prekären Arbeitsverhältnissen.

Frauen sind in unserer Arbeitswelt nicht gleichberechtigt. Diese Situation führt zur Altersarmut besonders bei den Frauen und muss deshalb in der Politik aufgegriffen und endgültig gelöst werden. Ein Kenn-zeichen für Armut in der Bundesrepublik sind die Tafeln mit einer steigenden Zahl der Gäste. Immer mehr Menschen leben von der Grundsicherung und hier liegen die umfangreichen sozialen Aufgaben, die durch den Landkreis wahrgenommen werden. 15% - 20% der Menschen in unserer Republik unmittelbar von Armut betroffen. Besonders problematisch ist dabei die Jugendarbeitslosigkeit, so Susanne Selbert.