25.01.2015

Neujahrsempfang 2015

SPD Vellmar hatte zum Neujahrsempfang 2015 am 11. Januar eingeladen. Der Vorsitzende der SPD Vellmar, Walter Brück, konnte fast 120 Gäste im Foyer der Mehrzweckhalle begrüßen.

Walter Brück wünschte den Gästen ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr und vor allen Dingen Gesundheit. 

Er begrüßte die Mitglieder des Magistrats und die SPD-Stadtverordneten mit dem Vorsitzenden Hansi Trust sowie unseren neuen Bürgermeister  Manfred Ludewig mit Gattin. Weiterhin hieß er Alt-Bürgermeister Kurt Stückrath mit Gattin, Ehrenstadtverordneten-vorsteher Peter Burgermeister mit Gattin sowie Frau Fehr und Herrn Pape herzlich willkommen. Walter Brück freute sich die zahlreich erschienene Vertreter der Vellmarer Vereine und Verbände sowie die SPD-Vertreter aus Ahnatal und Fuldatal begrüßen zu können.

Der Neujahrsempfang 2014 war von dem Verzicht des damaligen Bürgermeisters Dirk Stochla auf eine neue Kandidatur gekennzeichnet. Schwierige Zeiten schienen dem Ortsverein bevorzustehen. Völlig anders entwickelten sich die spannenden Monate bis zur Bürgermeisterwahl. Sofort wurde ein Wahlkampf-Team gebildet. Engagierte Genossinnen und Genossen standen für den kurzen aber intensiven Wahlkampf bereit. Das Ergebnis kennt jeder, so Walter Brück:      ein überzeugender Wahlsieg unseres Kandidaten Manfred Ludewig!

In seinem politischen Rückblick auf das Jahr 2014 erinnerte der Vorsitzende an die Vorbereitung und Bildung der großen Koalition. Dank der SPD kam es zu keinem politischen Stillstand. In den  Koalitionsverhandlungen wurden viele wichtige Ziele der SPD, wie z. B. Mindestlohn, Rente mit 63, Tarifbindung, erfolgreich umgesetzt. Auch zusätzliche Finanzmittel für das Projekt „Soziale Stadt“ und die Verbesserung des Pflegegesetzes wurden im Koalitionsvertrag vereinbart, weil die SPD und nicht die FDP verhandelt hat. Zusätzlich hat die SPD Mut bewiesen, eine Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag durchzuführen. Die Mitglieder haben mit überzeugender Mehrheit dem Koalitionsvertrag zugestimmt.

 In seinem Ausblick auf das Jahr 2015 wies der Vorsitzende auf die Sorgen und Ängste der Menschen hin, die mit den zunehmenden Flüchtlingsstrom nach Europa und besonders in die BRD zusammenhängen. Einerseits werden bei Demonstrationen unbegründet Ängste vor Verfremdung verbreitet, andererseits ist die BRD aus humanitären Gründen verpflichtet, diese Flüchtlinge aufzunehmen. Eine „Islamisierung des Abendlandes“ erfolgt dadurch nicht, so Walter Brück. Er lädt dazu ein, sich an den Gegendemonstrationen zu beteiligen.

 Mit Blick auf das begonnene Jahr erinnert der Vorsitzende an die Landratswahl am 25.  Januar 2015. „Uwe Schmidt hat sehr gute Arbeit im Landkreis geleistet und muss deshalb  diese Arbeit auch fortsetzen“, so W. Brück. 2016 ist wieder Kommunalwahl. Die  Vorbereitungen der SPD werden in Kürze mit der Kandidatenfindung beginnen. Der  Ortsvereinsvorsitzende ist überzeugt, dass nach der Kommunalwahl, wie auch nach der  Bürgermeisterwahl, die SPD die verantwortliche Kraft in Vellmar sein wird.

Bürgermeister Manfred Ludewig begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Je Suis Charlie – Ich bin Charlie“. Mit diesem Zitat wies er auf das furchtbare Attentat in Paris und warb gleichzeitig für eine tolerante Gesellschaft. Deshalb sollten sich viele Bürger auch in Kassel gegen die sogenannte „Pegida-Bewegung“ auf die Straße gehen. Die Toleranz wird in Vellmar durch die ausgezeichnete Unterstützung der Flüchtlinge im “Rosengarten“ gelebt. Sozialdemokraten werden verhindern, dass unsere Gesellschaft in dieser Fragegespalten wird. Wir stehen für Toleranz, Menschlichkeit und Offenheit.

 Manfred Ludewig begann seinem Rückblick auf das vergangene Jahr mit den Worten: „Das Jahr 2014 war für Vellmar und natürlich auch für mich ein ereignis-reiches und erfolgreiches Jahr. Der 100-Tage-Wahlkampf war anstrengend aber auch sehr interessant. Die ca. 7 Wochen im Rathaus haben dem Bürgermeister gezeigt, dass ihm eine sehr gute Mannschaft zur Verfügung steht, um die vor uns liegenden Aufgaben zu bearbeiten und möglichst erfolgreich abzuschließen.

Zu den erfolgreichen Ergebnisse des letzten Jahres zählen insbesonde die Einführung einer U3-Krippe, die  Einrichtung des neuen Baugebiets "Parkstraße", die Errichtung barrierefreier Bushaltestellen, die finanzielle und vertragliche Unterstützung des Neubaus der Musikschule Croma, dieRegelung des öffentlichen Personennahverkehrs durch Straßenbahn, Regiotram und Busse und die zahlreichen Veranstaltungen für Senioren, Jugendliche und Kinder

Sehr schwierig bleibt weiterhin die Finanzlage der Stadt Vellmar. Der Ergebnishaushalt ist noch nicht ausgeglichen. Deshalb wurde die Stadt von der Aufsicht und der hessischen Landesregierung gezwungen, die Gebühren und Steuern zu erhöhen, um die notwendige Haushaltsgenehmigung für 2015 zu erhalten. Das ist die Voraussetzung, um investive Maßnahmen und weitere Ausgaben der Stadt Vellmar für soziale, kulturelle und sportliche Zwecke durchführen zu können.

Die finanzielle Ausstattung der Kommunen durch den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) des Landes Hessen ist weiterhin mangelhaft. Deshalb brauchen die Kommunen starke Kommunalvertretungen. Der Haushalt 2015 wird in der Stadtverordnetenversammlung im Februar eingebracht und in der nächsten Sitzung beraten und beschlossen.

 

Vellmar hat viele offene Baustellen. Dazu zählen das Bürgerhaus Obervellmar und die die Kulturhalle. Hier ist das gerichtliche Beweissicherungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Die erforderlichen Finanzmittel für das Bürgerhaus sind bereitgestellt. Die Sanierung des Rathausesist notwendig. Zurzeit wird der Umfang der Sanierung durch eine Kommission, an der sämtliche politischen Gruppierungen der Stadtverordnetenversammlung beteiligt sind, festgelegt. Die Erhöhung der Krippenplätze ist notwendig und soll umgesetzt werden.

Mit dem Hinweis auf den 40. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte an Vellmar (27.08. – 6.09.2015) und einen Dank an die Selbständigen, die Ehrenamtlichen und die vielen freiwilligen Engagierten sowie dem Wunsch für ein glückliches, gesundes und friedliches Jahr 2015 schloss Bürgermeister Ludewig seine Ausführungen.

Zum Ende des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs wurden langjährige Parteimitglieder zur 50-, 40- und 25-jährigen Mitgliedschaft geehrt.

Zur 50-jährigen Mitgliedschaft wurden Peter Hanke, Gerald Herber, Paul Gerhard Hirsch, Alexander Marker, Walter Schäfer, Helmut Schmidt und Walter Sterzing geehrt.

 

 

 Zur 40-jährigen Mitgliedschaft wurde Holger Reinhardt geehrt.

 

Zur 25-jährigen Mitgliedschaft wurden Stephan George, Günter Kollmann, Tamara Malolepsy und Mattias Ruchhöft geehrt.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten sich die Gäste an einem umfangreichen und vielfältigen Büfett stärken.