29.11.2018

Informationsveranstaltung "Kurve Kassel"

Ortsverein informiert über DB-Planung "Kurve Kassel"

Die Bahn AG plant mit der „Kurve Kassel“ im Norden Kassels eine neue Linienführung des Güterverkehrs – zwischen Vellmar, Espenau und Ihringshausen –, um den Güterverkehr zu beschleunigen und die Kapazitäten zu erhöhen. Das wird zu einer Belastung der Bürger in Vellmar, Ihringshausen und Espenau führen.

 

Die SPD hat deshalb am 28. November 2018 zu einer Informationsveranstaltung in die Mehrzweckhalle Frommershausen eingeladen, um die Gründung einer Bürgerinitiative vorzubereiten. Walter Brück begrüßte die Teilnehmer aus Vellmar, Ihringshausen und Espenau. Er wies darauf hin, dass es Ziel der SPD Vellmar sei, eine Bürgerinitiative zu gründen, um an den weiteren Gesprächen mit Bahn AG am „Runden Tisch“ beratend und beeinflussend teilzunehmen.

Zunächst informierte Bürgermeister Ludewig über die Auftaktveranstaltung der Bahn AG am 7.September in Ihringshausen. Es wurden die bisher bekannten Informationen und Planungen der Bahn AG erläutert und begründet. Dabei wurde hervorgehoben, dass die „Kurve Kassel“ bereits im Verkehrswegeplan 2030 im Bundestag beraten und beschlossen wurde. Die Notwendigkeit zum Bau der „Kurve Kassel“ wurde damit begründet, dass die Strecke „Magdeburg – Hannover – Ruhrgebiet“ bereits heute überlastet sei und zusätzlichen Güterverkehr nicht mehr aufnehmen könne. Die übrigen Ost-West-Strecken der Bahn AG wurden während der Teilung Deutschlands zurückgebaut oder stillgelegt und können heute nicht mehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten reaktiviert werden.

 

In der anschließenden Diskussion wurde auf die bestehende Bahnstrecke Nordhausen – Nordheim – Altenbeken – Ruhrgebiet als alternativ hingewiesen. Diese Strecke bestehe bereits und müsse nur ausgebaut werden. Es wurde hervorgehoben, dass die Bahn AG bisher keine Alternativen akzeptiert. Um mit der Bahn AG ins Gespräch zu kommen, müsse man die Politik ansprechen, so die Meinung der Teilnehmer.

 

Die Teilnehmer waren sich einig, dass es wichtig sei, von Anfang an dabei zu sein, um mitgestalten zu können. Es muss das Ziel sein, eine akzeptable Alternativ-Route zu finden, um die vorliegenden Planungen zu verhindern. Dabei müssen die bestehenden Ost-West-Bahntrassen in die Untersuchung einbezogen werden. Allerdings sind die bisherigen Informationen der Bahn AG noch zu ungenau und unvollständig, um konstruktiv über Alternativen diskutieren zu können.

 

Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung waren der Überzeugung, dass eine parteiübergreifende Bürgerinitiative gebildet werden muss, um Einfluss auf die Planungen der Bahn AG nehmen zu können. Darüber hinaus müssen auch die örtlichen Bundes- und Landespolitiker in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.

 

Das nächste Vorbereitungstreffen zur Gründung einer Bürgerinitiative, zu der auch die betroffenen Bundes- und Landespolitiker eingeladen werden, sollte frühzeitig im Januar / Februar 2019 – vor der Bildung des „Runden Tisches“ - erfolgen.