27.03.2019

1. Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative "Keine Kurve Kassel" (BIV-KKK)

 

Der Sprecher der Bürgerinitiative Klaus Werner hatte zu einer Mitglieder-versammlung am 27. März in die Kulturhalle Niedervellmar eingeladen.

 

27 Mitglieder waren dieser Einladung gefolgt.

 

Herr Werner begrüßte die erschienenen Mitglieder. Er informierte darüber, dass die Bürgerinitiative derzeit 50 Mitglieder hat. Um weitere Mitglieder muss ständig geworben werden.

 

 

Herr Werner berichtete, dass er und sein Vertreter Volker Damm, Teilnehmer am „1.Runden Tisch“ waren. Der „Runde Tisch“ ist ein Instrument der frühen Beteiligung aller Betroffenen. An diesem „Runden Tisch“ nahmen insgesamt ca. 50 Personen aus dem Landkreis Kassel und aus Niedersachsen sowie mehrere Bürgermeister teil.

 

Anliegen des „Runden Tisches“ ist es, der betroffenen Öffentlichkeit, Entscheidungskriterien nachvollziehbar darzustellen sowie Informationen und Anregungen aus der Bevölkerung (regionale Informationen) zu erhalten. Diese Informationen aus der Bevölkerung (informelle Beteiligung) führen noch nicht zu endgültigen Entscheidungen. Ziel des „Runden Tischs“ ist es, gerichtsfeste Lösungen zu erarbeiten.

 

Grundlage der geplanten „Kurve Kassel“ ist der Bundesverkehrswegeplan 2030. Dabei handelt es sich nicht um eine feste Planung, sondern lediglich um eine Referenzfestlegung als wirtschaftliche Grundlage. Im vorliegenden Fall: eine DB-Strecke zwischen Espenau/Mönchehof und Fuldatal/Ihringshausen; geschätzte Kosten 9,5 Mio. €. 

 

Der Sprecher berichtete, dass eine kleine Gruppe die mögliche Alternativstrecke Nordheim – Altenbeken mit der DB abgefahren sei. Diese Strecke sei funktionsfähig allerdings erheblich zurückgebaut. Diese und andere Alternativstrecken müssen in dem Verfahren gleichwertig geprüft werden und in den Überlegungen bleiben.

 

Herr Werner berichtete, dass die Bürgerinitiative in Fuldatal mit der Organisation deutlich voraus sei. Die Bevölkerung ist stärker sensibilisiert als in Vellmar, weil dort die Betroffenheit erheblich stärker ist. Informationen werden dort schnell über das Internet kommuniziert.

 

Die Bürgerinitiative Vellmars muss personell gestärkt werden, um mit Informationen und Aktionen die Vellmarer Bevölkerung mehr zu sensibilisieren. Dazu muss ein Internet-Auftritt entwickelt werden, um die Informationen schneller zu verbreiten. Weiterhin wird vorgeschlagen, spezielle Arbeitsgruppen (Landwirtschaft, Lärmbelastung, Alternativstreckensuche und -beurteilung usw.) einzurichten, um entsprechende Informationsveranstaltungen und Aktionen durchzuführen.

 

Darüber hinaus muss die Bürgerinitiative finanziell ausgestattet werden, um bevölkerungswirksame Aktionen und Aktivitäten durchführen zu können. In welcher Form dies erfolgen kann, ist noch nicht geregelt.

 

Als Sofortaktion wird ein Informations-Flyer entworfen und haushaltsdeckend verteilt werden.